Ich bin aus unserem zwei woechigen Urlaub wieder heimgekehrt mit ein paar kleineren Verletzungen aber sonst unversehrt.
Unsere Reise fing wie immer mit einer Stunde Verspaetung an aber wir sind recht gut weg gekommen. Dieses Mal waren wir auch schlauer und haben gleich die laengere Strecke ueber Oradea gewaelt da wir ja wussten, auf der Strecke nach Timisoare durchs Landesinnere fahren zu wenig Autos. (ROT: trampen, LILA: Bus, SCHWARZ: Zug)
Am ersten Tag sind wir bis kurz vor Drobeta Turnu Severin gekommen und haben unser Zelt in einem total verdreckten Nationalpark mit Blick auf die Donau aufgestellt. Wir waren auch noch in der Donau baden, weil Duschen gibs ja sonst keine. Mit der Outdoorseife waren wir auch einigermassen in der Lage den Dreck und Schweiss des Tages von uns abzuwaschen.
Der zweite Tag begann recht verschlafen aber als die Sonne ueber die Baumspitzen kroch mussten wir dann doch aufstehen, da es im Zelt zu warm wurde. Nach einem schellen Fruehstueck in der Morgensonne machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark, sahen viele Pflanzen, einige Einwohner, Kuehe, Pferde und zu unserem Erstaunen auch eine Testudo graeca (die trotz ihres lat. Namens im deutschen maurische Landschidkroete heisst). Spater zurueck an der Donau sind wir noch einmal schwimmen gegangen und dann wieder an die Strasse Richtung eisernes Tor (der kleine Zipfel Weg der blind endet) in Dubova haben wir zwei Naechte zugebracht. Die erste in einem halb ausgetrocknetem Flussbett, mit Trinkwasserquelle, Badewanne und herrlicher Gluehwuermchenshow in der Daemmerung. Unweit unseres Schlafplatzes war auch ein verlassener Garten mit einem schwerbeladenem Kirschbaum…..yammy
Am dritten Tag sind wir gewandert, Schaetzungen zufolge waren es 10 Km und wir haben wieder einige Biologische Raritaeten gesehen. Z.B. den grossen Schillerfalter und einen seltenen Bockkaefer.
Siesta haben wir aus Ermangelung einer beschatteten Wiese mitten auf dem Waldweg gemacht, aber ausser einpaar Fliegen und ameisen hat uns keiner behelligt. Spaeter am Tag haaben wir uns wieder an den Strand der Donau aufgemacht und tatsaechlich einen sauberen gefunden, leider eingezaeunt. Aber so klein und verloren wie wir dort standen wurden wir gleich von den Anwohnern eingeladen und durften sogar an dem Privatstrand schlafen. Zum Abendessen haben sie und dann noch ein Glas selbstgemachten Wein und einen Teller Fischsuppe gebracht…. Wir sahen also auch verhungert aus
. Da der Wetterbeicht und auch die Wolken der Meinung waren es muesse gewittern hat uns eine Anwohnerin erlaubt auf ihrer ueberdachten Terrasse zu uebernachten. Was wir auch taten und wir schliefen wie auf Rosen gebettet
.
Der 25.6 sollte unser Entspannungs-Strand-Tag werden leider hat die Sonne nicht so richtig mit gespielt. Deswegen haben uns einige der Anwohner in ihrem Auto mitgenommen zu einer anderen Stelle. Einer Stelle wo die zweit groesste Statue der Welt in den Stein gehauen ist. Dort an einem See ca. 10km zurueck in Richtung Orsova haben wir diese Nacht verbracht, in stroehmendem Regen und beschallt von einer Party die unweit von uns statt fand.
Tag 5 unserer Reise begann frueh und mit nicht all zu guter Stimmung, da das Zelt noch nass war und es eisig kalt, so kalt, dass selbst die Butter beschlossen hatte wieder hart zu werden. Verfroren standen wir um 7 Uhr an der Strasse verfolgt von einem Strassenhund und ausgelacht von einigen Anglern. Doch nicht all zu viel spaeter wurden wir ins naechste Dorf mitgenommen, dann in die Naechste Stadt und ehe wir uns versahen sassen wir im Tourbus einer Band (TSB…. Die Strecke in diesem Bus ist in der Karte mit dunkelrot gekennzeichnet) und hatten wirklich viel Spass, angeregte Diskusionen und gute Musik. Die letzte Etappe fuer den 26.6 brachte uns von Bukarest nach Medgedina (ca. 40km vor Constanta). Dort haben wir unser Zelt in einem Mini-Waeldchen aus Robinien, in dem ein Rudel Hunde wohnte. Ausserdem waren wir vielleicht 150m von einem Zigeunermarkt entfernt… etwas wovor wir von allein Rumaenen gewarnt worden waren. Diese Nacht haben wir lauschend ob sich Jemand oder Etwas naehert verbracht. Geschlafen haben wir immer mal 20min mal 5min und so weiter.
Dementsprechend muede waren wir am Morgen darauf und die Laune war auch nicht besser. Nach einem Obstfruehstueck und der Entdeckung des Tages, einer HANFpflanze – die da einfach so am Wegesrand stand, sind wir die restlichen km bis nach Constanta gefahren und haben uns fuer die letzen 2 Tage unser Trampreise ein Hostel gesucht. Viel gegessen hatten wir ja noch nicht als wir dort ankamen und muede waren wir auch immer noch aber der Hostelvater hat darauf bestanden, dass wir ersteimal ein Freibier mit ihm trinken. Danach sind wir halb betrunken und voellig fertig in unser Bett gewankt und haben ersteimal ein paar Stunden geschlafen.
Der Stadtrundgang war es auch wirklich wert ihn gemacht zu haben obwohl es in Constanta nicht so sonderlich viel zu sehen gibt. Spaeter am Abend sind wir mit dem Hostelpapa und einigen Hostelbewohnern Fisch essen gegangen in dem wohl feinsten Fischrestaurant Constantas.
Der naechste Tag begann wirklich entspannt und mit einem ausgiebigen Strandbesuch und einer riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisigen Melone (am Strand) und ein gutes Buch. Zum Mittag haben wir im Innenhof gekocht…. auf Steffis Gaskocher, da es keine Kochstelle im Hostel gab. Nach einem Mittagsschlaefchen und einer Jamsession brach der Abend wieder herein und wir setzen uns noch einmal mit allen Hostelbewohnern in eine Bar und tranken unser Abschiedsbierchen. Damit war Steffi und mein Urlaub zu zweit vorbei und die Zeit mit unser Studiengruppe war im Anbruch.
und jetzt noch die Bilder!!!!!!!!!!!!!!